
🌍 Wohin wir wollen
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Wir glauben an eine Gesellschaft, die auf Freiheit, Gleichheit, Empathie und Solidarität gründet – als universelle Basis menschlichen Handelns.
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Wir träumen von einer Welt, in der jeder Mensch unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder sozialer Lage ein gesichertes und würdiges Leben führen kann.
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Wir setzen uns für eine solidarische Grundsicherung ein, die Teilhabe und Selbstbestimmung für alle ermöglicht.
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Wir stehen ein fĂĽr eine offene und demokratische Gesellschaft, die jede Form von Menschenfeindlichkeit, Diskriminierung und Gewalt ablehnt.
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Wir fördern Transparenz, Verantwortlichkeit und Nachvollziehbarkeit in allen gesellschaftlichen Bereichen.
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Wir wünschen uns eine Politik, in der das Gemeinwohl Vorrang vor privaten Interessen hat und Lobbyismus vollständig offengelegt wird.
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Wir setzen uns fĂĽr neue Formen demokratischer Beteiligung ein, die mehr Menschen und insbesondere junge Generationen in Entscheidungsprozesse einbinden.
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Wir fördern Ideen, die politische Entscheidungen langfristig und zukunftsorientiert gestalten – jenseits kurzfristiger Wahlzyklen.
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Wir stehen für eine konstruktive Reform der föderalen Strukturen, damit Bildung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit gemeinsam und effizient gestaltet werden können.
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Wir befürworten freie Gewissensentscheidungen in allen politischen und gesellschaftlichen Gremien – im Dienst der Sache, nicht des Fraktionszwangs.
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Wir glauben an eine lebendige Demokratie, in der Bürgerinnen und Bürger aktiv mitgestalten – etwa durch neue Formen von Bürgerkongressen und Dialogforen.
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Wir treten ein für ein gerechtes, solidarisches und allen zugängliches Gesundheitssystem, das Menschlichkeit über Profit stellt.
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Wir fördern die Idee, dass lebenswichtige Infrastrukturen wie Energie, Wasser und Mobilität in gemeinschaftlicher Verantwortung organisiert werden sollten.
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Wir setzen uns für eine nachhaltige Mobilität ein – mit einem öffentlichen Verkehrssystem, das allen Menschen offensteht und den Zugang zur Gesellschaft erleichtert.
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Wir fordern einen konsequenten Ausstieg aus klimaschädlichen Subventionen und den gezielten Aufbau nachhaltiger Wirtschaftsstrukturen.
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Wir engagieren uns für eine schnelle, gerechte und sozial verträgliche Energiewende sowie eine Klimaneutralität, die niemanden zurücklässt.
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Wir unterstützen den Gedanken, dass Umweltkosten ehrlich abgebildet werden müssen – etwa durch faire und globale CO₂-Bepreisungssysteme.
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Wir glauben an die Kraft der Innovation und an die Verantwortung, unsere Energieversorgung vollständig auf erneuerbare Quellen umzustellen.
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Wir fördern eine Bildung, die kritisches Denken, Kreativität und Empathie stärkt – und die Chancen für alle eröffnet.
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Wir setzen uns fĂĽr eine moderne, digitale Verwaltung ein, die transparent, effizient und bĂĽrgernah arbeitet.
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Wir befürworten eine solidarische und faire Steuerpolitik, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt und Spekulationen begrenzt.
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Wir stehen für finanzielle Verantwortung, die Investitionen in Zukunft und Gemeinwohl ermöglicht – statt in Austerität und Stillstand.
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Wir glauben an die Gleichberechtigung aller Menschen in jeder Hinsicht – unabhängig von Geschlecht, Identität, Religion oder sozialem Hintergrund.
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Wir bekennen uns zu einer humanen und solidarischen FlĂĽchtlingspolitik, die Menschenrechte schĂĽtzt und Perspektiven schafft.
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Wir sehen in der Vielfalt der Menschen keine Bedrohung, sondern die Quelle gesellschaftlicher Stärke, Kreativität und Innovation.
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Wir glauben, dass Demokratie, Nachhaltigkeit und Mitmenschlichkeit die Grundlagen einer lebensfähigen Zukunft sind.
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Wir laden alle Menschen ein, gemeinsam an dieser Vision zu arbeiten – in Offenheit, Vertrauen und gegenseitigem Respekt.
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Wir wünschen uns mehr Orte für Begegnung & Teilhabe: Stadtteilzentren, Nachbarschaftscafés, Jugendzentren, usw.

"Ich denke, wenn wir jeden Tag etwas Kleines tun, kann etwas GroĂźes geschehen. Es braucht Geduld und viele, die kleine Dinge tun. Dann werden auch die Sorgen durch das eigene Tun kleiner <3" (Katja Diehl)
"Basis alles dessen, was wir unter Solidarität immer verstehen mögen, ist das Helfen und Teilen. Es leuchtet ein, daß beides schon in seinen einfachsten spontanen Formen Chancen der Leistungssteigerung bietet: Wir springen uns bei, um individuelle Mängel auszugleichen, passen füreinander auf, helfen uns von Fall zu Fall, teilen nach Bedarf, schlafen unter einer Decke. Aus diesen einfachen Formen kann sich ein koordiniertes Kollektivhandeln entwickeln. Man greift eine Sache zusammen an: vom gemeinsamen Hauruck, mit dem der berühmte Felsbrocken aus dem Wege geräumt wird, bis zur gemeinsamen sozialen Kampfhandlung." (Heinrich Popitz: "Prozesse der Machtbildung", 1976 - J.C.B. Mohr (Paul SIebeck) Tübingen)
In Zukunft werden wir alle immer mehr darauf angewiesen sein, dass es in jeder Stadt und in jedem Dorf Infrastrukturen der Fürsorge gibt: Räume, in denen man übernachten kann, in denen es etwas zu essen gibt, in denen man über Traumata und Trauer reden kann, in denen gute Musik läuft, in denen Verbindungen hergestellt werden. Zusätzlich zur Frage 'Was traue ich mich?' kann sich jede*r von uns auch fragen: Um wen oder was kann ich mich kümmern, hier und heute? (Friedliche Sabotage, https://steady.page/de/friedlichesabotage/posts/9f4f9284-a176-447b-9ebe-6110feb03e30)
Unser Antrieb ist Liebe - stärkste Gegenspielerin von Macht, Unterdrückung, Krieg und die größte Kraft für Veränderung!
FĂĽr eine solidarische, warme, fĂĽhlende Gesellschaft!
FĂĽr eine intakte Welt, in der alle Menschen angstfrei und in Frieden miteinander leben!
Das Fundament unseres Tuns bildet das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, welches hier eingesehen werden kann, in Verbindung mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, hier, sowie den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen hier.
Ich sehe... eine Gesellschaft von Menschen.
Marcel Reif bei der Gedenkstunde fĂĽr die Opfer des Nationalsozialismus im Bundestag am 31.01.24:
https://www.youtube.com/watch?v=jXDa0tyt894
Marcel Reif:
Herr Bundespräsident,
Frau Bundestagspräsidentin,
Herr Bundeskanzler,
sehr geehrte Damen und Herren,
hochverehrte Frau Szepesi,
auch ich möchte mich bei Ihnen bedanken dafür, dass Sie hierhergekommen sind und gesprochen haben zu uns - nicht um Sühne oder gar Rache einzuklagen, sondern: um zu erinnern, um zu wecken, wo nötig. Damit geben Sie diesem neuen, anderen Deutschland mit unfassbar großem Herzen eine zweite Chance - eine zweite Chance, es anders zu machen, besser zu machen und es richtig zu machen! Dafür kann Ihnen dieses Deutschland und können Ihnen diese Deutschen nicht genug danken.
(Beifall)
Aber diese zweite Chance darf nicht - darf niemals und nirgends - vertan werden! Und deshalb: Ich mag das Wort „Mahnung“ in diesem Zusammenhang nicht, es lässt mir zu viel vermeintlichen Spielraum. „Nie wieder!“ ist mitnichten ein Appell. „Nie wieder!“ kann nur sein, darf nur sein, „Nie wieder!“ muss sein: gelebte, unverrückbare Wirklichkeit!
(Beifall)
Manches, was ich nach dem 7. Oktober, nach dem Hamas-Massaker an Israelis, auf Deutschlands Straßen und Plätzen hören und sehen musste, das hat mich entsetzt. Und mein Vater muss sich im Grab umgedreht haben. Aber was da zuletzt zu hören und zu sehen war, die großen Demonstrationen der Aufrechten, das macht mir Hoffnung.
(Vereinzelt Beifall)
Sie, Frau Szepesi, sprechen, und mögen Sie das noch lange tun! Mein Vater hat geschwiegen, und ich will und ich werde jetzt nicht für ihn sprechen. Aber ich kann und ich darf über ihn sprechen. Und ich möchte ihm heute und hier Danke sagen für sein lebenslanges Schweigen, weil ich es zu seinen Lebzeiten versäumt habe!
Als sich Anfang der 50er-Jahre in Polen, wo wir lebten, wieder antisemitische Strömungen breitmachten, beschlossen meine Eltern, beschloss vor allem mein Vater: Einmal ist genug! Er hatte den Holocaust überlebt, die meisten aus seiner Familie nicht. Über den letztlich nicht tragfähigen Umweg Israel zog die Familie nach Deutschland, in das Land der Täter. Das Land der Täter!
Aber hier waren Freunde, waren Verwandte, die helfen konnten. Hier fanden wir ein Dach über dem Kopf, hier fand mein Vater Arbeit, um die Familie durchzubringen. Das neue, das andere Deutschland bot ihm jetzt eine zweite Chance auf anständiges, würdevolles Leben. Und hier wuchsen meine Schwester und ich auf - eine fröhliche, sorgenfreie, liebevolle Kindheit und Jugend war das. Fröhlich und sorgenfrei nicht zuletzt - das weiß ich heute -, weil mein Vater schwieg.
Kein Wort über all das, was er erlebt, was er überlebt hatte. Er sprach nicht, und ich fragte nicht. Ich würde gern behaupten: weil es seine Entscheidung war und ich sie respektiert habe. Vielleicht, auch. Aber vor allem war es meine Angst, Angst, Unsagbares hören, Unfassbares erfassen und Unerträgliches ertragen zu müssen: Bilder des Grauens, was man meinem großen, starken Vater angetan hatte. Die Wahrheit war doch eindeutig genug: Ich hatte keine Großeltern, und ich wusste, warum. Ein Onkel, eine Tante, eine Cousine waren geblieben, alle anderen: ermordet.
Jahre nach Vaters Tod war offenbar ein Schweigegelöbnis seiner Frau, unserer Mutter, abgelaufen. Ich wollte jetzt wissen, und sie durfte sprechen.
Vater war ein liebevoller, ein guter Opa. Mindestens einmal in der Woche kam ich mit meinem kleinen Sohn zu Besuch. Es waren wunderbare Stunden. Nur manchmal verfiel er kurz in eine kleine Depression, er wurde für ein paar Minuten unerreichbar. Ich fand das angesichts seines kleinen Enkels unangemessen und war einmal drauf und dran, mich dazu zu versteigen, ihn dafür tadeln zu wollen. Da fuhr meine Mutter dazwischen: Sie machte so eine absolute Handbewegung und sagte: „Du weißt ja gar nichts!“ Zum Glück habe ich reagiert auf dieses Durchparieren und meinen Mund gehalten. Weil ich zwar nicht wusste, aber offenbar sehr wohl ahnte: Da ist etwas, viel zu groß, viel zu furchtbar.
Mutter erzählte, wie eine Gruppe Juden mit meinem Vater auf der Flucht durch die Wälder einen kleinen Jungen - ungefähr so alt wie sein Enkel - bei polnischen Bauern zurückließ, um überhaupt eine Chance zu haben. Nach der Befreiung wollten sie den Jungen wieder abholen. „Es tut uns leid. Die Deutschen kamen, und da mussten wir das Kind die Klippe runterwerfen.“ Und Mutter sagte: „Weißt du: Manchmal, wenn du mit deinem Sohn bei uns warst, hatte er auch diesen Jungen vor Augen.“
Hätte ich ihn fragen sollen, ihn fragen müssen? Wäre es richtiger gewesen, besser, leichter für ihn und für mich? Ich weiß es nicht. Aber eines weiß ich gewiss: Ich bin der Letzte, der Allerletzte, dem es zusteht, darüber zu urteilen! Im Nachhinein sowieso.
Viel zu gern hatte ich als Kind und junger Mann diesen warmen, kuscheligen Mantel seines Schweigens angenommen, mich darin eingewickelt mit den Sorgen und Problemen eines Nachkriegs-Wirtschaftswunder-Sprösslings: die Latein-Note, Modell und Farbe des ersten Autos, die Fußballer-Karriere - Gegenwart nur und rosige Zukunft.
Ich glaube, die Vergangenheit habe ich erst 50 Jahre später wirklich angenommen in den Gesprächen mit meiner Mutter. Wobei - Gespräche? Ich brauchte für ein Buch ein paar Erläuterungen von ihr, Präzisierungen, Abgleich von Jahresdaten. Es wurden drei Tage daraus. Sie hat erzählt, und ich habe zugehört. Wir haben viel gelacht und noch mehr geweint. Und sie hat am Ende bestätigt, besiegelt, was mein Vater gewollt und geschafft hatte, nämlich: Es durfte nicht sein, dass auch noch seine Kinder von den furchtbaren Schatten heimgesucht, gequält werden, die seine Kindheit und Jugend verdunkelt, zerstört hatten. Wir sollten, wir durften nicht in jedem Postboten, Bäcker, in jedem Straßenbahnfahrer oder Lehrer einen möglichen Mörder unserer Großeltern vermuten. Eine behütete, unbelastete, unbeschwerte Kindheit sollte es sein, musste es sein.
Und: Er wollte diesen verschlossenen Raum in unserem Lebenshaus auch nicht mal einen Spalt breit öffnen - auch nicht für die „guten Geister“, die darin ja ebenfalls wohnten: So hatte ihn der spätere Krupp-Manager Berthold Beitz aus einem Todeszug Richtung Vernichtungslager geholt und ihm damit das Leben gerettet. Ohne Beitz würde ich heute nicht hier stehen.
Oder: Vor ein paar Jahren sprach mich ein Mann hier in Berlin auf der Straße an, ob ich ein paar Minuten Zeit hätte für einen Kaffee, er wolle mir etwas über meinen Vater erzählen: Auf der Flucht durch die Wälder hatte Vater ihn, den Vierjährigen, auf den Schultern getragen und ihm so das Leben gerettet. - Das alles weiß ich heute.
Und noch etwas habe ich endlich - viel zu spät! - erkannt, begriffen, und das ist, was zählt: Ich erinnere mich nicht an den Anlass und nicht an den Zeitpunkt, aber mir wurde irgendwann beinahe schlagartig klar, dass mein Vater ja doch gesprochen hatte und mir all das gesagt und mitgegeben hatte, was ihm wichtig war; was er gerettet hatte, als Essenz destilliert aus all dem Unmenschlichen der Häscher und Mörder, aus dem Übermenschlichen eines so mutigen Berthold Beitz, aus dem, was er selbst geleistet hatte mit dem kleinen Jungen, der seine eigene Menschlichkeit abgefragt hatte. Das alles hat er in einen kleinen Satz gepackt. Und ich erinnere mich täglich mehr daran, wie oft er mir diesen Satz geschenkt hat - mal als Mahnung, mal als Warnung, als Ratschlag oder auch als Tadel. Drei Worte nur in dem warmen Jiddisch, das ich so vermisse: „Sej a Mensch!“ - „Sei ein Mensch!“
Dein Schweigen, deine Lebensfreude trotz allem, deine ungebrochene Fähigkeit, uns so viel Liebe und Fürsorge zu geben - und dieser Satz: „Sei ein Mensch!“ -, dafür danke, Papa! Und ich bin stolz, dass ich meinen Söhnen und Enkeln, die da oben sitzen, dieses Vermächtnis ihres Groß- und Urgroßvaters habe offensichtlich weitergeben können.
(Beifall)
Und wenn Sie es mir erlauben und wenn Sie mögen - gerade heute aus diesem Anlass und gerade hier in diesem höchsten deutschen Hause -, dann lass ich Ihnen den kleinen und doch so großartigen, wundervollen Satz, den mein Vater, Leon Reif, gesagt hat, dann lass ich Ihnen diesen Satz hier: „Sej a Mensch!“ - „Sei ein Mensch!“
(Anhaltender Beifall - Die Anwesenden erheben sich)
(https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2024/kw05-gedenkstunde-rede-reif-988214)
I'm sorry, but I don't want to be an Emperor
Charlie Chaplin in "The Great Dictator", 1940:
I’m sorry, but I don't want to be an Emperor. That's not my business. I don't want to rule or conquer anyone. I should like to help everyone if possible: Jew, Gentile, black man, white. We all want to help one another. Human beings are like that.
We want to live by each other's happiness, not by each other's misery. We don't want to hate and despise one another. In this world there’s room for everyone and the good earth is rich, and can provide for everyone. The way of life can be free and beautiful, but we have lost the way.
Greed has poisoned men's souls, has barricaded the world with hate, has goose-stepped us into misery and bloodshed. We have developed speed, but we have shut ourselves in. Machinery that gives abundance has left us in want. Our knowledge has made us cynical. Our cleverness hard and unkind. We think too much, and feel too little. More than machinery, we need humanity. More than cleverness, we need kindness and gentleness. Without these qualities life will be violent, and all will be lost.
The aeroplane and the radio have brought us closer together. The very nature of these inventions cries out for the goodness in men, cries out for universal brotherhood for the unity of us all. Even now, my voice is reaching millions throughout the world: millions of despairing men, women, and little children; victims of a system that makes men torture and imprison innocent people. To those who can hear me, I say “Do not despair."
The misery that is now upon us is but the passing of greed, the bitterness of men who fear the way of human progress. The hate of men will pass and dictators die, and the power they took from the people will return to the people. And so long as men die, liberty will never perish.
Soldiers, don't give yourselves to brutes, men who despise you, enslave you, who regiment your lives, tell you what to do, what to think, and what to feel, who drill you, diet you, treat you like cattle, use you as cannon fodder. Don't give yourselves to these unnatural men, machine men, with machine minds and machine hearts. You are not machines, you are not cattle, you are men. You have the love of humanity in your hearts. You don't hate, only the unloved hate, the unloved and the unnatural. Soldiers, don't fight for slavery, fight for liberty.
In the seventeenth chapter of Saint Luke it is written “The kingdom of God is within man.” Not one man, nor a group of men, but in all men. In you, you the people have the power, the power to create machines, the power to create happiness. You the people have the power to make this life free and beautiful, to make this life a wonderful adventure. Then, in the name of democracy, let us use that power. Let us all unite. Let us fight for a new world, a decent world that will give men a chance to work that will give youth a future and old age a security.
By the promise of these things brutes have risen to power, but they lie, they do not fulfill their promise. They never will. Dictators free themselves, but they enslave the people. Now let us fight to fulfill that promise. Let us fight to free the world. To do away with national barriers, to do away with greed, with hate and intolerance. Let us fight for a world of reason, a world where science and progress will lead to all men's happiness.
Soldiers! In the name of democracy, let us all unite!
Look up! Look up! The clouds are lifting, the sun is breaking through. We are coming out of the darkness into the light. We are coming into a new world a kind new world where men will rise above their hate and brutality. The soul of man has been given wings, and at last, he is beginning to fly. He is flying into the rainbow, into the light of hope, into the future. That glorious future that belongs to you, to me and to all of us. Look up! Look up.
- Video English: https://www.youtube.com/watch?v=J7GY1Xg6X20
- Video Deutsch: https://www.youtube.com/watch?v=ww0zvl18-Ys